Kleingärtnerverein Northeim e. V.

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Verfasst am 01.05.2026 um 12:07 Uhr

Bericht zur Gesamtvorstandssitzung

Am Samstag, den 24. April 2026, versammelten sich die Delegierten, Vorstandsmitglieder und Gäste des Landesverbandes Niedersächsischer Gartenfreunde (LNG) zu einer turnusgemäßen Vorstandssitzung in Hildesheim. Die Tagesordnung war umfangreich und forderte die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. Nach den üblichen Regularien folgten die Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder, bei denen insbesondere die Weiterentwicklung des Verbandes und der verbandseigenen Publikationen hervorgehoben wurde.


Gartenfreund Kefeder informierte über aktuelle Entwicklungen im Bundesverband. Dabei wurde deutlich, dass weiterhin Differenzen mit einigen Landesverbänden bestehen, die die Verbandsarbeit auf Bundesebene erschweren.

Teilnehmer und Vorstand bei der Arbeit.

Am Ende der Vorstandssitzung wurde beschlossen, den 11. Landesverbandstag am 17. April 2027 in Cuxhaven abzuhalten. Wie der Schriftführer des LNG, Burkhard Balkenhol, ausführte, soll dort eine neue Satzung verabschiedet werden, die sowohl rechtlich notwendige Änderungen der letzten Jahre, als auch Unzulänglichkeiten der bisherigen Satzung aufgreift. Besonders das während der Corona-Zeit eingeführte Gesetz zur Durchführung hybrider Vereinsveranstaltungen soll in die neue Satzung integriert werden. Der entsprechende Satzungsvorschlag wird in Kürze an die Verbände und Vereine verschickt, sodass bis zum Verbandstag konstruktive Diskussionen und Änderungswünsche der Delegierten berücksichtigt werden können. Zudem werden geänderte Delegiertenschlüssel eingebracht, um die zukünftige Vertretung besser zu regeln.

Eine umfangreiche Tagesordnung galt es bei der Gesamtvorstandssitzung in Hildesheim am 25.04.2026 zu besprechen.

Landesgarten-Fachberater Andreas Berger stellte eine neue Wertermittlungs-Richtlinie vor, die gemeinsam mit den Gartenfreunden aus Braunschweig und Ostfriesland entwickelt wurde. Diese soll künftig als Grundlage für die Bewertung nach § 11 Bundeskleingartengesetz dienen und in seinen wesentlichen Zügen vom Ministerium als Verordnung erlassen werden. Sie dient zur Wertschätzung eines Gartens im Fall einer anderweitigen Nutzung von Kleingartenanlagen oder einzelner Gärten nach Kündigungen gemäß § 9 Abs. 1 S. 2-6 BKleingG.


Ein weiteres Thema war der „Tag des Gartens 2026“, der am 13. Juni in Braunschweig im Rahmen einer großen Festveranstaltung von den drei niedersächsischen Landesverbänden gemeinsam ausgerichtet wird.


Großen Raum nahm die Diskussion über eine zeitgemäße und effektive Kommunikation der Verbandsinhalte ein. Die Arbeitsgruppe konnte bereits erste Änderungen an der neugestalteten Homepage präsentieren, um den Mitgliedern schnelle und umfassende Informationen bereitzustellen. Gartenfreund Henning Nieland betonte die Bedeutung digitaler Informationsquellen – von gärtnerischem Wissen bis zu Vereinsmanagement und Fortbildungsmöglichkeiten. Ziel ist es, den Austausch unter den Mitgliedern zu fördern und die Weiterentwicklung des Verbandes zu unterstützen.

Gfd. Siefke (BV Osnabrück) ergänzt die Themen mit einem nützlichen Hinweis auf die in Osnabrück eingeleitet Aktion zur Förderung des Steinkauzes in den Kleingartenanlagen.

Dem am Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ 2026 teilnehmenden Verein KGV Cuxhaven Döse sprachen die Delegierten ihre besten Wünsche aus und begrüßten jede Form der Unterstützung, damit der Verein die Interessen der Kleingärtner bundesweit erfolgreich präsentieren kann.


Da nach der letzten Wahl nicht alle Vorstandsposten besetzt wurden, konnten nun neue Mitglieder gefunden werden: Janine Hoffmann (BV Osnabrück) und Wolfgang Harke (BV Hannover-Land) verstärken als Beisitzer den Vorstand und übernehmen ihre Aufgaben zunächst bis zum Verbandstag 2027.


Für den Vorstand und alle interessierten Gartenfreunde stehen zahlreiche Termine und Aktivitäten auf dem Programm, insbesondere die vielfältigen Seminare des Verbands. Besonders hervorzuheben ist das Wochenendseminar in Celle Ende Mai, das organisatorische und finanzielle Herausforderungen bei der Modernisierung der Vereinsinfrastruktur (wie Nachbesserung von in die Jahre gekommenen Vereinshäuser, überalterte Wasser- und Stromleitungen oder Photovoltaikanlagen für den Verein) thematisiert. Solche Maßnahmen sind oft mit erheblichen Kosten verbunden, die langfristig geplant und finanziert werden müssen. Wie geht man rechtzeitig damit um, u.a. darum geht’s.

Die Diskussionen während der Sitzung waren stets fair, mitunter kontrovers, führten aber zu wichtigen Fortschritten und neuen Aufgaben für den Vorstand. Die nächste Gesamt-Vorstandssitzung ist für November 2026 in Göttingen geplant.


Autor: Hansjörg Kefeder